Follow-Up-Prozess

Nachhaltige Wirkung entsteht aus einer Widmung heraus, die sich durch die längerfristige Schaffung von ideellen, organisatorischen und finanziellen Räumen ausdrückt und einen methodischen Fokus auf die Synchronizität von innerer und äußerer Entwicklung legt (Theorie U). Genau das wollen wir in unserem Kongress-Konzept von Anfang an verankern. Da ein zentrales Motiv des Kongresses das Bild der Übergänge bzw. der Schwelle ist, liegt es nahe, auch hier Formate zu etablieren. Besonders umtreibt uns die Figur der qualitativen Übergänge zwischen Szenen, Kreisen, Zielgruppen, Projekt-Kontexten, und politischen und weltanschaulichen Ausrichtungen. Konkret: Was muss passieren, dass Akteure, die in der Sache zwar eine Übereinstimmung teilen, aber ideell oder soziologisch von unterschiedlichen Seiten des Spektrums kommen, sich miteinander verbinden, ihr Know-how teilen, gemeinsame finanzielle und praktische Kooperationsmöglichkeiten ausloten, eine diverse, resiliente und effektive Allianz über die eigenen Szenegrenzen hinaus bilden können? Um diese Fragen und Intentionen voranzubringen, braucht es Tools und eine innere Haltung, die wir im Follow-Up-Prozess kultivieren und entwickeln wollen.

FORMATE

Parlament der Zivilgesellschaft

Die Initiierung eins „Parlaments der Zivilgesellschaft“ auf dem Kongress, müsste in einem 2-3 Jahres-Schritt weitergeführt werden und anwachsen, so dass in diesemZeitraum ein zweites Format mit einer Anzahl von 10 000 Personen auf die Beine gestellt werden könnte. Dieses Format würde auf gesellschaftlicher Ebene eine hohe, symbolträchtige Wirkung erzielen und den Raum für gesellschaftliche Debatten neu sortieren und ausrichten.

Verbindungswerkstatt

Sinnvoll scheint aktuell der Aufbau eines vorläufig „Verbindungwerkstatt“, „Vernetzungsbüro“ bzw. „Deep Impact Hub“ genannten Projekts, das unterschiedliche Szenen aktiv vernetzt und als kompetenter Ansprechpartner für szenenübergreifende Projekt- und Gesellschaftsentwicklung qualitativ hochwertige Vernetzungsarbeit leistet. 

Ideen sind u.a. die Entwicklung eines Diversitäts-Faktors für Projektportfolios, Finanzierungskonzepte und Wirkungsberichte (SRS und CSR), sowie regelmäßige Veranstaltungen aus dem Themenkreis Cross-Bubble-Networking/Trans-Peer-Networking. Über die Ebene des Wissenstransfers könnte das Büro als Advokat gesellschaftlichen Wandels, Transformationsprozesse von Organisationen, Institutionen, Unternehmen und Bewegungen unterstützen und Synergien fördern. Der ideelle und intentionale Auftrag dazu müsste auf dem Kongress durch die Mitveranstalter, Kooperationspartner und Teilnehmenden erfolgen und bereits im Vorfeld des Kongresses antizipiert werden. Im besten Fall stehen so auf der Schwelle des Kongress-Festivals inhaltliche, organisatorische und finanzielle Ressourcen zur Verfügung, die durch das Unbekannte und Nocht-Nicht-Wissbare der Kongress-Situation in die Tat gewendet werden.

Die bisherigen Initiativ-Kolloquien, könnten in Form von explorativen und reflexiven Lernreisen weitergeführt und ausgebaut werden. Diesmal mit dem Ziel, die Ökosysteme der einzelnen Mitveranstalter und Kooperationspartner zu erforschen. Hier könnte eine nachhaltige Wirkung auf individueller und biographischer Ebene erzielt werden. Die Initiativ-Kolloquien und der Vorbereitungs-Prozess haben gezeigt, dass viele junge Menschen das Bedürfnis haben, sich projektbezogen für einen gesellschaftlichen Wandel einzusetzen. Die knappen Zeit- und Geldressourcen stehen dem oftmals gegenüber. Ein einjähriges Stipendium für „Projektentwicklung zur gesellschaftlichen Transformation“ könnte eine nachhaltige Wirkung, sowohl durch Projekte in den Organisationen der Kooperationspartner als auch durch individuellen Kompetenzerwerb erzielen.